Sicher im Web - Mails und Spam (Dosenfleisch??)

Die Mail hat heutzutage den Brief als wichtigstes Kommunikationsmittel fast eingeholt. Viele wichtige Informationen werden über diesen elektronischen Weg versandt. Eine Begleiterscheinung dieses Booms sind die Werbemails, auch Junkmails oder Spam genannt. Was hat Dosenfleisch mit dem Massenphänomen Werbemails zu tun? Die Herkunft des Begriffes "Spam" stammt von der Bezeichnung für das Dosenfleisch der amerikanischen Firma externer Link Hormel Foods, genannt "spiced Ham". Das Produkt wurde in Massen hergestellt und vertrieben, genau wie der Werbemüll der uns täglich erreicht.

Wer kennt es nicht? Man(n) wird von Cindy, Gaby oder sonstwem angemailt, die sich gerne verabreden würden, weil man ein so toller Typ ist. Naja, stimmt schon, aber woher wissen die das denn?
Diese Mails werden in der Regel nicht von Menschen aus Fleisch und Blut verschickt. Die Mails werden von sogenannten Robots in Umlauf gebracht. Bei Spam-Robots handelt es sich um Programme, die selbständig im Internet nach E-Mail-Adressen suchen. An diese gefundenen Adressen werden dann die Werbemails versandt.

Dies alleine wäre noch kein Grund, Mails als Gefahr zu bezeichnen, man kann sie ja einfach löschen. Zur Gefahr werden Mails erst als Träger von Viren, Trojanern und Dialern. Diese Schädlinge werden aufgrund der massenhaften Verbreitung zu einer modernen Plage. Die Absender und Inhalte der Spam-Mails werden dabei so gut gefälscht, dass auf den ersten Blick kein Verdacht geschöpft wird. Hat man jedoch einen Link oder ein Programm geöffnet, ist es meist schon zu spät. Der Schädling wird heruntergeladen, gestartet und stellt z.B. bei Dialern unmittelbar über die Telefonleitung eine Verbindung über eine 0190er-Nummern her, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Das böse Erwachen kommt zumeist erst später, mit der Telefonabrechnung.

Die organisierte Computerkriminalität hat nach einem Bericht des Handelsblattes vom Juli 2004 im Bereich Spam/Phishing (Phishing von "password fishing") dramatisch zugenommen. Nach Schätzung von Sicherheitsexperten hat die Zahl der betrügerischen Phishing-Mails, mit deren Hilfe die Daten von Bankkunden ausspioniert werden, von 300 Stück im Jahr 2003 auf alleine 200.000 Stück im März 2004 zugenommen. Der Trick der Betrüger ist ganz einfach. Durch offiziell wirkende Mails (Spam-Mails), die sich als Bank-Mails ausgeben und zumeist täuschend echt aussehen, versuchen Betrüger direkt an Bankdaten zu gelangen oder den Bankkunden auf gefälschte Internetseiten (Visiual Spoofing) zu locken, um dort Daten zu ergattern. Die Folge kann ein beträchtlicher finanzieller Schaden sein.

Wie also vor ungebetenen Mails schützen ? Folgende Tipps sollen Euch helfen die Cindy´s und Gaby´s los zu werden.

 

 

Tipps, wie man sich vor lästiger Spam schützen kann :

  • E-Mail-Adressen nicht in offizielle Register eintragen.
  • Tragt Eure E-Mail-Adresse nur in vertrauensvolle Newsgroups
       oder Mailinglisten ein.
  • Legt Euch für alle anderen Zwecke kostenlose Zusatz-Adressen
       (Accounts) an.
  • Einen Mail-Anbieter auswählen der Spam-Filter anbietet.
  • Niemals auf Spam-Mails antworten.
  • Nutzt die Spam-Filter der Mail-Programme (z.B. MS Outlook)
  • Anti-Spam-Programme helfen Euch beim Blocken von Werbe-Mails.
  • Niemals Bankdaten per Mail versenden (siehe interner LinkPhishing).
  • Anti Spoofing Tools für den Browser nutzen.
  • Nach Möglichkeit Mails mit sensiblen Daten verschlüsselt (z.B. mit PGP) versenden.
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